Impuls für September 2021

Liebe Beterin, lieber Beter
wir unterstützen Papst Franziskus im September in seiner universalen Gebetsmeinung um einen umweltbewusst nachhaltigen Lebensstil.

Beten wir, dass wir alle mutige Entscheidungen für einen einfachen und umweltbewusst nachhaltigen Lebensstil treffen und uns über die jungen Menschen freuen, die hierin ganz entschieden leben.

Bei jungen Menschen gibt es einen Trend, der sich ökologischer Minimalismus nennt. Die Beschränkung auf das Wesentliche soll zu einem Leben mit mehr Freiheit und Achtsamkeit führen. Unnötiger Ballast wird aussortiert, übrig bleibt nur, was wirklich gebraucht wird und Freude macht. Sie sind darauf bedacht, einen möglichst kleinen „ökologischen Fußabdruck“ zu hinterlassen. Kaufentscheidungen werden möglichst nachhaltig und ökologisch getroffen. Es wird Fairfashion und Secondhand Kleidung gekauft oder untereinander getauscht. Lebensmittel, die zu viel sind, werden nicht weggeworfen, sondern bei einem „FairTeiler“ abgegeben. Einmalprodukte werden vermieden. Gegenstände werden geliehen oder mit anderen zusammen angeschafft.
„Die christliche Spiritualität schlägt ein anderes Verständnis von Lebensqualität vor und ermutigt zu einem prophetischen und kontemplativen Lebensstil, der fähig ist, sich zutiefst zu freuen, ohne auf Konsum versessen zu sein. Es ist wichtig, eine alte Lehre anzunehmen, die in verschiedenen religiösen Traditionen und auch in der Bibel vorhanden ist. Es handelt sich um die Überzeugung, dass „weniger mehr ist“. Die ständige Anhäufung von Möglichkeiten zum Konsum lenkt das Herz ab und verhindert, jedes Ding und jeden Moment zu würdigen. Dagegen öffnet das gelassene Sich Einfinden vor jeder Realität, und sei sie auch noch zu klein, uns viele Möglichkeiten des Verstehens und der persönlichen Verwirklichung. Die christliche Spiritualität regt zu einem Wachstum mit Mäßigkeit an und zu einer Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein. Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt, innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die uns das Leben bietet, ohne uns an das zu hängen, was wir haben, noch uns über das zu grämen, was wir nicht haben. Das setzt voraus, die Dynamik der Herrschaft und der bloßen Anhäufung von Vergnügungen zu meiden.
(Auszug aus der Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus)

Werfen sie unnötigen Ballast ab, so dass ihr Blick frei wird für das wirklich Wichtige und
Schöne ihrem Leben.
Ihr Wallfahrtsteam
Silvia Baur