Pilgertage 2017

Geh mit uns, auf unserm Weg

Pilgertage 2017 – Frieden – Einheit der Christen

Im Jahr 1417 wurde Nikolaus von der Flüe geboren. 1481 bewahrte Bruder Klaus sein Heimatland vor einem Bürgerkrieg und wird nicht nur hier zum großen Friedensheiligen. Am 31. Oktober gedenken wir mit unseren evangelischen Mitchristen des Thesenan- schlags durch Martin Luther im Jahr 1517. Beide Ereignisse, 600 und 500 Jahre sind seither verstrichen, waren die zentralen Themen der diesjährigen Pilgertage. Weltweiter Friede und die Einheit der Christenheit wurden von den PilgerInnen zusammen mit privaten Sorgen und Nöten an den Pilgerzielen der Fürsprache der Gottesmutter und der jeweiligen Kirchenpatrone übergeben. Es waren in diesem Jahr keine überregional bekannten Ziele, indes Orte, die alle einen besonderen
So begann es am Dienstag mit dem Besuch der Bruder-Klaus-Kapelle in Schreinermann bei Arnach. Sie wurde von der Familie Schellhorn vor 20 Jahren unter Mithilfe von Freunden und Bekannten erbaut und erhielt vom Bischof das Privileg, dass das Allerheiligste dort aufbewahrt wird. Der würdige Abschluss des Tages erfolgte auf dem Gottesberg, der im neuen Glanz erstrahlt.  Am Mittwoch führte die Pilgertour von Biberach über Mettenberg, Laupertshausen nach Wennedach.
In der Kapelle „Zu den drei Marien“ waren die Pilger von den romanischen und gotischen  Marienskulpturen beeindruckt, freuten sich über das schmucke Gotteshaus, aber auch über den Bürgersinn, der uns die Rast im „Alten Schulhaus“ mit Kaffee und Zopfbrot ermöglichte. Am Donnerstag brachte der Triebwagen der DB die muntere Schar über Kißlegg nach Hergatz. Beim Start konnten wir die Gipfel der Vorarlberger und Ostschweizer Berge bewundern, wenig später faszinierte die altehrwürdige Nikolauskapelle in Untermooweiler, 1152 erstmals erwähnt. Die Gastfreundschaft der Pfarrgemeinde Niederwangen schenkte uns den Pfarrsaal zur Rast.
Von weitem grüßte bald die grüne Turmspitze der Wallfahrtskirche Pfärrich hoch über dem Argental. Seit dem 14.JH ist die heimelige Kirche Ziel vieler Pilger aus dem Westallgäu und dem südlichen Oberschwaben. Am Freitag führte die Pilgertour in das Schussental. Von Niederbiegen führte der Weg zur Kapelle „Maria Hilfe der Christen“ in Weiler. Im Anschluss durften wir im Garten von Familie Köberle rasten und erreichten über einen lauschigen Waldweg die Wallfahrtskapelle der schmerzhaften Muttergottes in Staig. Das Gnadenbild, eine Pieta, stammt aus der Mitte des 14.JH. Das den Heiligen Magnus und Agatha geweihte Gotteshaus weist noch weitere gotische Kunstwerke auf. Wie an den Vortagen durften wir Eucharistie feiern und den Pilgereinzelsegen empfangen. Den Priestern, die dies ermöglichten – am Dienstag Monsignore Franz Waldraff, am Mittwoch Pfarrer Karl Eiberle, am Donnerstag Pfarrer Josef Mattes und am Freitag Pfarrer Stefan Werner – gebührt ein herzliches Vergelt´s Gott. Pfarrer Werner hatte uns denn auch den ganzen Tag begleitet und dabei seine Gitarre mitgetragen. Nach der Rückkehr schlug am Kapellchen in Aulendorf die Abschiedsstunde.
Die PilgerInnen durften auf vier Tage zurückblicken, die   nicht nur von sonnigem Wetter , sondern auch intensiv von gemeinsamem, harmonischem Bemühen um ein bewusstes Pilgern geprägt waren. Es war deutlich zu spüren, dass die Gegenwart Gottes in unsrem Tun zu spüren war. Nicht zuletzt haben auch die Freundlichkeit der Damen der Hauswirtschaft und die gute Küche zum Erfolg beigetragen. Sei es allen Teilnehmern vergönnt, dass Jesus sie im Alltag begleitet, wie wir es im Rosenkranz gebetet haben.

23.06.2017 Franz Zembrot