24 h Gebetswache – Impuls für Dezember 2019

Lieber  Beter,

wir möchten Ihnen nun jeden Monat wieder einen Impuls für Ihre Gebete senden. Dabei möchten wir Papst Franziskus in seinem Gebetsanliegen unterstützen. Dieses lautet für den Dezember:

          Dass jedes Land eine gesicherte Zukunft der Jüngsten –
besonders derer, die Leid tragen – zur Priorität erklärt und
dementsprechend die notwendigen Schritte unternimmt.

Zur Einstimmung in den Advent haben wir einige Zeilen von „Die stille Zeit“ von Anselm Grün entnommen.

Der Advent wird „die stille Zeit“ genannt. Aber viele erleben ihn eher als hektisch und laut.  Wer aber hetzt, der achtet nicht auf sich, dessen Seele kann nicht atmen. Es braucht das Innehalten, um still zu werden.  Ich muss aufhören, herumzulaufen und zu hetzen. Ich muss stehen bleiben, bei mir bleiben. Wenn ich stillhalte, kann ich meine Unruhe nicht nach außen verlagern. Ich werde sie in mir wahrnehmen. Nur wer der Unruhe standhält, kommt in die Stille. Gönnen wir uns auf die Vorbereitung auf dieses Fest selber etwas: Zeiten der Stille, um darin Ausschau zu halten nach Gott. Wer still ist, wird auf dem Grunde seines Herzens die innere Freude erfahren können, die tiefer ist als alle Enttäuschungen, alle Frustrationen, alle heillose Hektik.

Advent, das ist Aufwachen aus allen Tagträumen, Aufwachen zur Wirklichkeit. Wer wachsam ist, der erlebt jeden Augenblick bewusst, der ist ganz gegenwärtig, lebendig, nüchtern. Wir müssen uns nicht mittreiben lassen vom Konsumtaumel.  Achtsamkeit und Wachheit lehren uns, worauf es eigentlich an Weihnachten ankommt. Die Weihnachtsgeschichte erzählt von den Hirten, die ihre Nachtwache hielten. Weil sie wachen, wird ihnen die Frohe Botschaft von der Geburt  des Messias verkündet. Wer wach ist, ist offen und empfänglich für das Geheimnis, das uns ergreifen möchte.

Wir wünschen Ihnen eine stressfreie besinnliche Adventszeit und ein friedvolles Weihnachtsfest.

Ihr Wallfahrtsteam

i.A.  Silvia Baur